NePoPo® in Deutschland moderne Hundeausbildung, die auf Verbindung setzt
Wer mit seinem Hund trainiert, möchte vor allem eines: verstanden werden. Hunde suchen Klarheit, Sicherheit und Motivation und genau hier setzt das NePoPo®-Prinzip an. Doch was verbirgt sich dahinter, und wie lässt es sich in Deutschland umsetzen, ohne gegen das Tierschutzgesetz zu verstoßen?
Ausbildung und Aus-Bildung zwei Seiten derselben Medaille
Wenn wir von Ausbildung sprechen, geht es oft um Techniken, Kommandos und Verhaltensweisen. Doch Hundeerziehung bedeutet mehr: Sie ist immer auch Aus-Bildung also das Formen von Beziehung, Vertrauen und Charakter. Genau diese Ebene macht den Unterschied zwischen reinem Funktionieren und echter Bindung.
Ein Hund, der weiß, dass er verstanden wird, arbeitet nicht aus Angst, sondern aus Freude. Und hier schließt sich der Kreis zum NePoPo®-Gedanken.
Was NePoPo® wirklich bedeutet
Das Wort NePoPo® steht für „Negativ – Positiv – Positiv“. Klingt kompliziert, ist es aber nicht:
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Ein kurzer, sanfter Hinweis (z. B. ein leichter Leinenimpuls) sagt dem Hund: „Achte jetzt auf mich.“
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Im nächsten Schritt folgt ein Marker (z. B. ein Click oder ein Markerwort), das den richtigen Moment klar kennzeichnet.
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Abschließend gibt es die Belohnung – Futter, Spiel oder gemeinsames Rennen.
So lernt der Hund: Wenn ich auf das Signal reagiere, passiert etwas Gutes. Es ist eine klare, faire und motivierende Kommunikation, die auf Zusammenarbeit setzt.
Was das Gesetz dazu sagt
Wichtig ist: Nicht alles, was unter dem Namen NePoPo® kursiert, ist in Deutschland erlaubt. Unser Tierschutzgesetz ist eindeutig:
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E-Halsbänder sind verboten. Schon die Eignung, Schmerzen zu verursachen, reicht aus, um ihren Einsatz rechtswidrig zu machen (§ 3 Nr. 11 TierSchG, bestätigt durch das Bundesverwaltungsgericht 2006).
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Stachelhalsbänder und schmerzhafte Hilfsmittel sind ebenfalls untersagt (§ 2 Abs. 5 TierSchHuV).
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Alles, was Schmerzen, Leiden oder Schäden verursacht, hat im Training keinen Platz.
Das bedeutet: Wer NePoPo®-Prinzipien nutzen möchte, muss dies tierschutzkonform tun, mit feinen Signalen, klaren Markern und echten Belohnungen.
So sieht es in der Praxis aus
Stell dir vor, du übst den Rückruf. Dein Hund schnüffelt, du gibst das Signal „Komm“ und unterstützt es mit einem kurzen, leichten Hinweis über die Leine. In dem Moment, in dem er sich zu dir dreht, folgt dein Marker und sofort die Belohnung, zum Beispiel ein kurzes Zerrspiel mit der SnapNib-Beißwurst.
Der Hund versteht: „Wenn ich reagiere, lohnt es sich sofort.“ Dieses Prinzip funktioniert nicht nur beim Rückruf, sondern auch in der Fußarbeit, bei Tricks oder in sportlichen Übungen.
Häufige Fehler und wie du sie vermeidest
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Zu viel Druck: Ein Hinweis soll Information sein, kein Schmerz. Weniger ist hier mehr.
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Marker ohne Belohnung: Ein Marker ist ein Versprechen und muss immer eingelöst werden.
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Zu schnelle Steigerung: Erst festigen, dann Ablenkung einbauen. Geduld zahlt sich aus.
Warum das zur Philosophie von Dog Emporio passt
Bei Dog Emporio glauben wir daran, dass Hundeerziehung Bindung statt Bruch bedeutet. Deshalb entwickeln wir Spielzeuge, die für das gemeinsame Erleben gemacht sind, vom kleinen SnapNib, den du überall dabei haben kannst, bis hin zum robusten Diamond Bite Cube für intensive Zerrspiele.
Unsere Produkte sind so gedacht, dass sie euch verbinden, nicht trennen. Sie sind Belohnung, Motivation und gemeinsamer Spaß nie Mittel zum Druck.
Fazit
NePoPo® ist kein Hexenwerk, sondern eine klare Idee von Kommunikation: Orientierung geben, richtiges Verhalten markieren, Freude schenken. In Deutschland funktioniert das wenn man die Regeln des Tierschutzes ernst nimmt ganz wunderbar.
Denn am Ende geht es nicht um Techniken oder Abkürzungen, sondern um die Frage:
Wie können wir unseren Hunden so begegnen, dass sie nicht nur lernen, sondern auch vertrauen?
Und genau da beginnt echte Bindung.
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Quellenangaben
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Tierschutzgesetz (TierSchG) § 3 Nr. 11 – Verbot der Verwendung von Geräten mit direkter Stromeinwirkung (E-Halsbänder). Gesetze im Internet – Bundesministerium der Justiz
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Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 23.02.2006 – 3 C 14.05 – Verbot von Elektroreizgeräten bestätigt. BVerwG-Entscheidung
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Tierschutz-Hundeverordnung (TierSchHuV) § 2 Abs. 5 – Verbot von Stachelhalsbändern und schmerzhaften Mitteln in Ausbildung, Erziehung und Training. Gesetze im Internet – BMEL
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NePoPo® – Offizielle Seite (Michael & Bart Bellon): Hintergrund, Trainingsphilosophie und Seminare. NePoPo® Official Website
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Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz (TVT) – Merkblätter zu tierschutzkonformer Hundeausbildung. TVT-Merkblatt Nr. 118
Hinweis: NePoPo® ist eine eingetragene Marke von Michael & Bart Bellon. Dieser Blogbeitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und steht in keinem Zusammenhang mit den Markeninhabern.

